Direkt zum Inhalt
Dreizehn vor Zwölf

Biergarten und Sommer in deiner Stadt

Biergarten

Eisstockschießen im Olympiapark: Ein Winternachmittag in München

Stand · Dreizehn vor Zwölf Team

Wenn die Biergärten im Herbst ihre Bänke stapeln, beginnt in München eine andere Saison. Statt Radler und Brezn auf der Wiese geht es dann um Eisstöcke, kalte Finger und die Frage, wer am Ende am nächsten an der Daube liegt. Eisstockschießen gehört für viele Münchnerinnen und Münchner so selbstverständlich zum Winter wie der Christkindlmarkt. Besonders reizvoll wird es, wenn man das Spiel mit einem Ausflug in einen der bekanntesten Parks der Stadt verbindet.

Warum der Olympiapark im Winter unterschätzt wird

Der Olympiapark ist für die meisten mit Sommer verbunden: Konzerte im Stadion, Picknick am See, Sonnenuntergang auf dem Olympiaberg. Dabei hat das Gelände auch in der kalten Jahreszeit viel zu bieten. Die Wege rund um den Olympiasee sind ruhiger als im Sommer, an klaren Tagen reicht der Blick vom Olympiaberg bis zu den Alpen, und das geschwungene Zeltdach der Anlagen aus dem Jahr 1972 wirkt im tiefstehenden Winterlicht fast noch eindrucksvoller.

Wer ohnehin einen Nachmittag im Park verbringt, sucht danach oft einen Ort zum Aufwärmen. Genau hier passt Eisstockschießen gut ins Programm: Man bleibt in Bewegung, ist an der frischen Luft und hat trotzdem einen festen Treffpunkt mit warmen Getränken in der Nähe. Wer sich über die Geschichte des Geländes informieren will, findet auf der Wikipedia-Seite zum Olympiapark einen guten Überblick.

Eisstockschießen kurz erklärt

Das Spielprinzip ist schnell verstanden und genau das macht den Reiz aus. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Ziel ist es, den eigenen Eisstock möglichst nah an die Daube zu bringen, einen kleinen Zielkörper am anderen Ende der Bahn. Gespielt wird in Durchgängen, die Kehren genannt werden. Nach jeder Kehre wird gezählt, welche Mannschaft näher dran liegt.

Spannend wird es, weil man nicht nur selbst zielt, sondern auch gegnerische Stöcke wegschießen oder die Daube verschieben darf. So kann sich eine scheinbar entschiedene Kehre mit dem letzten Schuss noch drehen. Die genaue Punktwertung unterscheidet sich je nach Bahn und Hausregel, die Grundidee bleibt aber überall gleich.

Tipps für Einsteiger

  • Locker aus der Schulter: Der Stock wird geschoben, nicht geworfen. Ein ruhiger, gleichmäßiger Schwung bringt mehr als Kraft.
  • Erst die Länge, dann die Richtung: Anfänger schießen fast immer zu weit. Die ersten Versuche lieber vorsichtig dosieren.
  • Taktik absprechen: Wer zuletzt schießt, hat oft den größten Einfluss. Die Reihenfolge in der Mannschaft lohnt eine kurze Besprechung.
  • Feste Schuhe: Auf Eis ist Halt wichtig. Profilsohlen sind besser als glatte Stadtschuhe.

Eisstockschießen im Olympiapark erleben

Im Park selbst gibt es mit dem Olympia Parkcafe einen Ort, der im Winter genau auf dieses Erlebnis setzt. Gespielt wird dort auf echtem Eis, für Gruppen gibt es eine urige Eventalm, in der man nach den Kehren zusammensitzen kann. Wer Termine, Gruppengrößen und aktuelle Bedingungen prüfen möchte, findet die Informationen zum Eisstockschießen im Olympiapark direkt beim Betreiber.

Gerade für Gruppen ist die Lage praktisch. Der Olympiapark ist mit der U-Bahn gut erreichbar, sodass niemand mit dem Auto anreisen muss und auch ein Glühwein nach dem Spiel kein Problem ist.

So wird ein gelungener Winternachmittag daraus

Ein guter Plan verbindet Bewegung, Aussicht und Gemütlichkeit. Ein möglicher Ablauf:

  1. Am frühen Nachmittag: Spaziergang auf den Olympiaberg, solange es hell ist. Bei Föhnwetter lohnt sich der Blick nach Süden besonders.
  2. Danach: Eine Runde um den Olympiasee, um wieder warm zu werden.
  3. Zur Dämmerung: Eisstockschießen auf der gebuchten Bahn. Im Licht der Abendbeleuchtung entsteht die typische Winterstimmung.
  4. Zum Abschluss: Zusammensitzen, aufwärmen und die entscheidenden Schüsse noch einmal durchsprechen.

Was man vorher klären sollte

An Wochenenden und in der Adventszeit sind Bahnen in München schnell vergeben. Wer mit einer festen Gruppe kommen will, sollte daher frühzeitig reservieren. Hilfreich ist es außerdem, vorab zu klären, wie viele Personen pro Bahn spielen können und ob die Eisstöcke gestellt werden. Bei der Kleidung gilt: lieber eine Schicht mehr. Wer eine Stunde auf dem Eis steht, merkt die Kälte vor allem an Füßen und Händen, Handschuhe und warme Socken sind daher Pflicht.

Eisstockschießen ist eine der wenigen Winteraktivitäten, bei denen Alter und Fitness kaum eine Rolle spielen. Kinder, Großeltern und sportliche Kollegen stehen auf derselben Bahn und haben die gleichen Chancen. Wer das Spiel mit einem Nachmittag im Olympiapark verbindet, bekommt eine Seite der Stadt zu sehen, die viele Besucher gar nicht kennen.

Passende Artikel